Andreas Decker (40)
Der Aktive: Schon immer war Andreas an frische Luft und Natur gewöhnt. Die Reisen in der Kindheit nach Sylt sind ihm unvergesslich: So mache Nacht wurde in den Dünen gespielt und übernachtet.
In der Jugend und auch noch danach verschrieb er sich dem Element Wasser, war viel auf Reisen und Wasserballturnieren. Nächte unter freien Himmel gehörten vielfach dazu. Parallel zum aktiven Wasserball reizte ihn das Element Luft. Von Jugend an bis zum 32. Lebensjahr verschrieb er sich dem Wasserball. Viele Reisen und Turniere zeichneten dabei seinen Weg. In den letzten aktiven Wasserballjahren kam noch der Luftsport dazu. Sich aus dem Flugzeug in die Luft hinaus zu schwingen, die eigene Angst zu überwinden und den freien Fall zuzulassen, ehe man die Reißleine zieht und den Fallschirm öffnet, war eine Herausforderung, der sich Andreas rund 250 mal stellte.
Heute arbeitet der Familienvater als Elektroniker und ist seit 2001 mit Kindern und Jugendlichen bei Walderlebnistouren mit der Firma Free Walker unterwegs. Außerdem betreibt er Sportarten wie Squash, Canyoning, Rafting und Klettern. Diese Sportarten inspirierten ihn zu einer Ausbildung zum Rope Course Trainer (Trainer für mobile Seilaufbauten). Hierbei werden Übungen aus dem Hochseilgarten in Bäumen aufgebaut und Übungen aus dem künstlichen „Raum Hochseilgarten“ können in freier Natur durchführt werden. Bei Nacht allerdings nur eine Herausforderung für Profis.
Motto: Ich fühle mich mit und teilweise in allen Elementen wohl.
Matthias Fischer (41)
Der gelernte Forstwirt im Hause Löwenstein Freudenberg packte 1996 noch eine Ausbildung als Forsttechniker dazu und befasst sich seither mit Holzernte, Problembaum-Fällung und Beförsterung. 1999 lernte er bei einem Lehrgang im Zapfenpflücken, schwindelfrei auf turmhohen Fichten herumzuturnen, allerdings nur bei Tag. Mit Andreas gründete er 2001 die Firma Free-Walker, die seither mit viel Erfolg Aktionen im Walderlebnisse vom Klettern über Wald-Pädagogik bis zu Seilbrückenbau anbietet.
Matthias’ besonderen Merkmale: Groß, Glatze, Hohlkreuz, grau-grüne Augen, sportlich, stark behaarte Achseln, Charisma, Leberflecken an interessanten Stellen, genusssüchtig in jeder Hinsicht.
Zu seinen Hobbys zählt er neben Schlafen, Essen und Trinken auch Squash, Autos knacken und Jagen.
Bobby Langer (53)
Seine ersten aktiven Begegnungen mit „Nacht an sich“ hatte Bobby im Alter von sieben Jahren. Das alte Schulhaus am Rande des Bayerischen Waldes stand außerhalb des kleinen Dorfes, wo sein Vater als Schulmeister tätig war. Beleuchtete Straßen gab es nicht. Das nächste Haus war wohl 300 Meter entfernt. Zwischen dessen beleuchteten Fenstern und dem Hoftor des Schulhauses herrschte undurchdringliches Dunkel, und auf halbem Weg stand wenige Meter neben der Straße ein alter, sagenumwobener Bildstock, eingebettet in ein Holundergebüsch, das sich gespenstisch im Wind bewegte. Aber so sehr sich der kleine Junge vor diesem bedrohlichen Stück Nacht fürchtete, so sehr faszinierte es ihn. Immer wieder tastete er sich an das Phantom heran, und eines Tages gelang ihm der entscheidende Schritt. Die Dunkelheit öffnete sich, er drang in sie ein, als habe er Schwimmen gelernt, ohne Gewalt, alarmiert, aber ohne Furcht. Er erreichte den Bildstock, berührte seine dunkle und dennoch hell schimmernde Fläche, fühlte das Leben hinter der Borke des Holunders und sah zurück ins Licht. Die Nacht trug ihn jetzt, er hatte „in der Dunkelheit schwimmen“ gelernt.
Heute arbeitet der Vater von drei Kindern als Redakteur, beschäftigt sich seit ca. 35 Jahren mit spirituellen Themen, hat langjährige Erfahrung in Yoga, Zen und Meditation. Nachterfahrungen hat er nicht nur in den Wäldern seiner Kindheit gesammelt, sondern später auch in den schottischen Highlands, in einsamen Naturbegegnungen vor allem mit Bäumen und zusammen mit seinen Kindern im Taunus und im Odenwald.
Martin Volkmann-Gebhardt (44)
Seit annähernd zwei Jahrzehnten ist Martin als Förster im Spessart unterwegs. Nachterfahrungen sind ihm als gelerntem Jäger selbstverständlich. Er ist vor allem der Fachmann für die natürlichen Aspekte der Nacht, für Pflanzen und Tiere bei Nacht. Sein Beruf hat er immer als Lernfeld für sich und andere gesehen. Unzählige Führungen mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen liegen hinter ihm, mit dem Schwerpunkt, den Wald zu erleben, ihn anzufassen, ihn zu spüren.
Als Jugendlicher hat er die Wochenenden im Wochenendhaus seiner Eltern verbracht. Mitten im Wald gelegen, war ihm dort jeder Baum und Pfad vertraut. Er blieb oft draußen, wenn es schon dunkel war und verbrachte viel Zeit in seinem selbst gebauten Baumhaus hoch oben auf einer alten, knorrigen Kiefer.
Seine große Leidenschaft ist eigentlich das Reisen. 44 Länder der Erde hat er auf eigene Faust erkundet. Unter freiem Himmel schlafen ist für ihn das Höchste. Die schönsten Nächte kennt er aus dem Sahel, der Sahara und auf dem Mount Kenya. Dort ist die Nacht so klar, dass man fast ohne Mondschein lesen kann.
